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„Land des Todes“ und das Paris Indiens

November 16th, 2011 § 0 comments

Die Sonne brennt, es ist heiß und extrem staubig. Die selbst gewaschene Wäsche ist innerhalb einer Stunde trocken und man kann gut nachvollziehen, warum Jodphur einst Marwar – Land des Todes – hieß. Jodphur liegt in Rajasthan. Mit seinen Festungen und Palästen sowie den Kamelsafaris und Gewürzmärkten zieht dieser Bundesstaat sehr viele Touristen an. Unsere Stationen in Rajasthan sind Jodphur und Udaipur, zwei sehr unterschiedliche Städte.
In Jodphur dominiert die mächtige Festung Mehrangarh: Sie thront gewaltig und massiv wie ein Bollwerk über der Stadt.

Unten in der engen Altstadt ist es schmutzig, es herrscht Chaos auf den Straßen und in den Gasen  drängen sich Menschen, Autos, Motorräder, Rikschas, Lastenträger, Verkäufer mit Handkarren, Kühe und Hunde. Man wünscht sich die Stress-Resistenz der Inder, die gelassen ihren Weg gehen, nebenher telefonieren oder sich unterhalten.
Abstand und frische Luft gibt es oben, auf der Festung Mehrangarh. Das von den Maharadschas von Jodphur errichtete Bauwerk ist ein Komplex von verzweigten Innenhöfen, prächtigen Sälen und Räumen, die auf verschieden Ebenen angeordnet sind. Die Architektur wird von Asymmetrie und Symmetrie zugleich bestimmt. Durch die kunstvollen Fenstergitter konnten die Frauen – die sich in gesonderten Bereichen aufhielten – das Geschehen in Mehrangarh beobachten, ohne gesehen zu werden. Die Festung ist heute noch im Besitz der Maharadscha-Familie und steht Touristen offen. Obwohl die Kämpfe zwischen den Königen von Rajasthan der Vergangenheit angehören, ziehen bei einem Besuch auch heute noch vor dem inneren Auge die Kriegs-Elefanten vorbei.

Im Auftrag ihrer Majestät kämpfte einst James Bond in Udaipur gegen die bösen Mächte dieser Welt. Die Stadt am Pichola-See war Schauplatz für einige Szenen von „Octopussy“ einem 007-Klassiker aus den 80ern. Abgesehen davon gilt Udaipur als die romantischste Stadt Rajasthans oder sogar ganz Indiens. Die unzähligen „Roof-Top-Restaurants“ werben mit der besten Aussicht für ein romantisches Dinner. Die Geschäfte locken mit günstigem Kunsthandwerk, Lederwaren und Stoffen. Die Atmosphäre könnte kaum gegensätzlicher sein als in Jodphur.

Doch auch hier haben die Maharadschas architektonische Denkmäler gesetzt: Der City Palace ist der größte Palast in Rajasthan und auf dem künstlich angelegten See schwebt der Lake Palace im Wasser wie ein weißes Schiff. Kleine Boote bringen die Gäste, des als Hotel genutzten Palastes in ihre sündhaft teuren Zimmer. Udaipur ist ganz auf Tourismus eingestellt und macht es den Indien-Reisenden vergleichsweise einfach – was ehrlich gesagt zwischendurch sehr gut tut.

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