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Bangkok und das Hochwasser

Oktober 20th, 2011 § 0 comments

Während der Tage hier in Bangkok hatten wir das Thema „Flut in Thailand“ natürlich stets im Kopf. Die Nachrichten, die wir in Deutschland kurz vor dem Abflug gehört haben, bereiteten von Anfang an ein leicht unbehagliches Gefühl. Doch dann die Erleichterung angesichts der trockenen Innenstadt. Die Einheimischen wirkten trotz Sandsäcken und Flutkatastrophe vor den Toren ihrer Stadt erstaunlich gelassen. Wir ließen uns anstecken. 

Doch die Menschentrauben, die sich immer häufiger vor den allgegenwärtigen Fernsehern versammelten, ließen jedoch nichts Gutes ahnen: Die Nachrichten zeigen fast rund um die Uhr Bilder aus den Hochwasser-Gebieten. Kaum ein Taxi-Fahrer, der uns nicht auf die Lage in Ayutthaya aufmerksam macht. Die Informationen über die Aussichten für Bangkok bleiben immer dieselben: Wir hoffen, dass die Dämme halten. Kann gut gehen, kann nicht gut gehen. We don’t know. …. Lächeln…

Oberflächlich betrachtet herrscht „business as usual“: Vor allem im Traveller-Viertel um die Khao-San-Road ist von Krisenstimmung nichts zu spüren. Die Menschen in der Metropole gehen ihrer Arbeit nach, auf den Straßen brummt das Leben, in den Shopping-Vierteln steigen mit Tüten bepackte Frauen in High-Heels elegant über die Sandsäcke.

Tangiert wurden wir erstmals am Dienstagabend beim Einkauf in einem der „7 Eleven“-Märkte. Im Wasser-Kühlfach und in vielen anderen Regalen herrscht gähnende Leere. Ausverkauft. Am Mittwochnachmittag wurden in den Metro-Stationen einige der Eingänge geschlossen. Hinweistafeln leiten die Menschen zu anderen Ausgängen hinaus.

Und was tun, wenn die Touristen beim Verlassen der Taxi-Boote nasse Füße bekommen? Ganz einfach: längliche Plastiktüten und Gummibänder verteilen. So kommen Füße samt Schuhwerk trocken durch die überflutete Station am Wat Pho.

Unsere persönliche Wahrnehmung: Die Bangkoker sorgen vor, fühlen mit, sammeln für die Flutopfer. Viele flüchten und bringen ihr Hab und Gut in Sicherheit. Doch bei alledem bleiben sie ziemlich gelassen. Muss wohl am Gemüt und auch an der zurückliegenden Erfahrung mit solchen Katastrophen liegen. „Many Thais readily smile and laugh under most circumstances, even in sorrow just to comfort themselves“, steht in einer Kolumne der Bangkok Post vom 20. Oktober 2011.

Als Deutsche fragt man sich da automatisch, wie man selbst mit einer solchen Situation umgehen würde und wie es wohl in einer deutschen Großstadt aussehen würde, stünden die Wassermassen quasi vor der Tür.

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