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Die allgegenwärtige Religion

Oktober 31st, 2011 § 0 comments

Was uns in den ersten paar Tagen hier in Rishikesh am meisten beeindruckt hat? Das ist zweifelsohne die tiefe Religiosität, welche die Hindus leben. Das „Om“ ist überall. Ein Mantra, das so mach‘ einer vielleicht aus der Yoga-Stunde kennt, ist im Hinduismus ein heiliges Symbol. Es ziert jedes Gefährt auf der Straße, Häuser, Plakate, Speisekarten in Restaurants. Schals und andere bedruckte Om-Textilien, werden sowohl von Touristen als auch von Hindus getragen. Hinzu kommen die Darstellungen der Götter auf Postkarten, Kalendern, Wandteppichen oder in Form von Plastikskulpturen.

Doch nicht nur in den Symbolen ist Religion sondern vor allem auch in den Handlungen. Da sind die Pilger, die nach Rishikesh kommen, um sich im Heiligen Fluss, dem Ganges, zu waschen und zu baden.

Sie bringen „Mother Ganga“ Opfer in Form von brennenden Feuerschalen und Blumen. Im Rahmen der „Ganga aarti“, einer Feuerzeremonie, in Form von pujas, dem stillen Gebet, oder durch Gesänge leben die Hindus ihre Religion.

Was nicht bedeutet, alle seien friedlich und befinden sich ständig in stiller Meditation! So paradox es ist, aber mit Ganesha-Figur hinterm Lenkrad, einem Om-Zeichen an der Scheibe und mit einem Mantra auf den Lippen lässt es sich als Riksha-Fahrer genauso aggressiv hupen und Fußgängern quasi über die Füße fahren.

Für uns als Besucher ist dieses intensive Ausleben der Spiritualität sehr ungewohnt und bisweilen befremdlich. Aus der Heimat kennen wir das anders.

Dort stellt Religion einen separaten Lebensbereich dar. Sie findet in erster Linie in den Gotteshäusern statt und tritt – vor allem in der Großstadt – nur noch selten nach außen. Das ist vermutlich genau der Grund, warum westliche Besucher so fasziniert von Pilgerstädten wie Rishikesh oder gar Varanasi sind. Klar ist auch, dass man Indien nur begreifen kann, wenn man sich auch mit der Religion beschäftigt, welche das Land prägt.

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