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Streetfood aus aller Welt


Husch, husch durch Vietnam

Dezember 26th, 2011 § 0 comments

Nichts läuft langsam in Vietnam, niemand ruht sich aus, Sonntage zählen nicht und nichts ist unmöglich. Dieses Bild bleibt bei uns hängen auf der Reise durch das Land. Egal ob in der Großstadt Hanoi, an der Küste oder in den Bergen: die Menschen arbeiten hart, sind geschäftstüchtig und in der sozialistischen Volksrepublik dreht sich scheinbar alles um das „Business“.

Das gilt auch für Reisende. Zumindest haben wir uns automatisch dem Tempo der Einheimischen angepasst. In Hotels, auf der Straße und in den unzähligen Reiseagenturen werden die Pläne der Touristen genauestens überprüft: Wo kommt ihr her? Was steht heute auf dem Programm? Sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schon abgehakt? Wann geht es weiter zur nächsten Station?

Da gerät man unweigerlich unter Druck. Ehe man sich versieht, fühlt man sich wie ein fauler Kulturbanause und bucht brav eine Power-Sightseeing-Tour nach der anderen. Bis man vor lauter Input plötzlich nicht mehr weiß, wo Hanoi liegt und wer nochmal dieser Ho Chi Minh war.

Vielleicht haben andere Vietnam-Reisende ja ähnliche Erfahrungen gemacht?

Für uns war die straffe Organisation, die den Touristen übergestülpt wird, Fluch und Segen zugleich. Es ist einerseits sehr einfach, das Land zu bereisen, andererseits macht sich häufig eine Rastlosigkeit bemerkbar. Was vermutlich auch an der Tatsache liegt, dass viele Urlauber in nur zwei bis drei Wochen quer durch den länglichen Küstenstaat reisen.

Wir haben uns überlegt, warum die Tourismusindustrie in Vietnam so sehr auf ein straffes Reiseprogramm ausgerichtet ist. Mal abgesehen von dem Konkurrenzkampf unter den Anbietern und der immer wichtiger werdenden Einnahmequelle, die der Tourismus für Vietnam darstellt, könnte auch die Mentalität der Vietnamesen eine Rolle spielen. Das Tempo, das die Einheimischen selbst leben, wird auf die Touristen übertragen. Denn das Thema Chill-out ist den umtriebigen Vietnamesen vermutlich nicht in die Wiege gelegt worden. Aktive Erholung und das intensive Nutzen der freien Zeit passt da schon eher.

Das interkulturelle Reisetagebuch ist ein Blog von change.project

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