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Streetfood aus aller Welt


Könnte ich das bitte schriftlich haben?

April 28th, 2012 § 0 comments

Von Simone Deitmer

Seit unserem Ausstieg aus dem Arbeitsleben in Deutschland heißt es in „down under“ erstmals wieder: Geld verdienen. Zum einen benötigt die Reisekasse nach mehr als vier Monaten dringend eine kleine Auffrischung, zum anderen ist das Jobben in Neuseeland und Australien eine Erfahrung, die wir unbedingt mitnehmen möchten.

Arbeit zu finden war in Neuseeland gar nicht so schwierig. Schließlich war gerade Obsternte und auch in der Tourismusbranche lief die Sommersaison noch. Jobs als Apfelpflücker, Zimmermädchen und schließlich auch als Kiwipflücker waren also stets schnell in Sicht. Doch der Weg bis zum Beginn der Arbeit ist jedes Mal eine echte Zitterpartie. Denn in Sachen Verbindlichkeit liegen Welten zwischen Neuseeländern und Deutschen – so zumindest unsere Erfahrung.

Bei der telefonischen Bewerbung um einen Saisonjob erhält man die Zusage mit dem Hinweis: Komm doch einfach vorbei! Ohne nach dem Nachnamen oder Kontaktdaten zu fragen heißt es einfach nur freundlich: See ya! Die Bitte um schriftliche Bestätigung kann man sich in dem Fall gleich sparen und muss versuchen, die Sache locker anzugehen. Gar nicht so einfach, wenn man durch deutsche Vorstellungen von „Gewissenhaftigkeit“ geprägt ist. Wöchentliche Bezahlung, kurze Kündigungsfristen und häufige Jobwechsel sind in Neuseeland übrigens Gang und Gäbe. Das Jobben in Neuseeland ist also eine echte Lektion in Sachen „andere Länder – andere Sitten“ denn die kulturellen Unterschiede kommen gerade im Arbeitsleben ziemlich deutlich zur Geltung. Fragt sich nur, welche Gepflogenheit einem am Ende mehr zusagt: „See ya“ oder „Hiermit bestätigen wir Ihnen…“

Foto: Christoph Lempertz

Das interkulturelle Reisetagebuch ist ein Blog von change.project und crossculture academy.

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